01. Ok­to­ber 2021

Ge­setz­li­che Re­ge­lung für die Er­zeu­gung von grü­nem Was­ser­stoff nimmt Form an

Durch die Ver­ord­nung zur Ver­ga­be von sons­ti­gen En­er­gie­ge­win­nungs­be­rei­chen in der aus­schließ­li­chen Wirt­schafts­zo­ne vom 21. Sep­tem­ber 2021 formt die Bun­des­re­gie­rung ei­ne lang­ersehn­te Re­ge­lung zur För­de­rung von grü­nem Was­ser­stoff, wel­cher durch Off­shore-Wind­ener­gie her­ge­stellt wird. 

Ziel der Ver­ord­nung ist es, auch sol­che En­er­gie­ge­win­nungs­be­rei­che durch ein Ver­ga­be­ver­fah­ren zu­zu­las­sen und de­ren Er­rich­tung in der aus­schließ­li­chen Wirt­schafts­zo­ne si­cher­zu­stel­len, wel­che je­weils nicht an das Netz an­ge­schlos­sen wer­den. Die Zu­stän­dig­keit für die Flä­chen­ver­ga­be liegt beim Bun­des­amt für See­schiff­fahrt und Hy­dro­gra­phie. Die Ver­ord­nung legt fest, nach wel­chen Kri­te­ri­en die Zu­schlä­ge er­teilt wer­den. Da­bei er­folgt die Ver­ga­be erst­ma­lig nach qua­li­ta­ti­ven Kri­te­ri­en und ist tech­no­lo­gie­of­fen. Da­mit wird die Mög­lich­keit ge­schaf­fen, die Er­zeu­gung von kli­ma­neu­tra­lem Was­ser­stoff aus Off­shore-Strom und Elek­tro­ly­se­an­la­gen auf See prak­tisch zu er­pro­ben.

Ge­ra­de auch im Hin­blick auf den “eu­ro­päi­schen Grü­nen Deal” so­wie für die Um­set­zung der na­tio­na­len Kli­ma­stra­te­gie, ist dies ein wich­ti­ger Schritt in Rich­tung kli­ma­neu­tra­ler En­er­gie­ge­win­nung und ei­ner De­kar­bo­ni­sie­rung der deut­schen Wirt­schaft und des Ver­kehrs­sek­tors.

Auf dem Weg für nach­hal­tigs­te En­er­gie­trä­ger in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels setzt die Re­gie­rung so­mit ein Zei­chen für die Plan­bar­keit bei der Ge­win­nung von grü­nem Was­ser­stoff und wirkt Un­si­cher­hei­ten in der Wirt­schaft und von In­ves­to­ren ent­ge­gen.